Weil Sie gefragt haben:

Als wir angefangen haben, Musik zu machen, gab's das Internet noch nicht.
Sampler waren noch neu und die Sowjetunion sehr alt.
"Wake me up before you go go" von Wham! war ein Hit.
Werder Bremen und der 1 FC Kaiserslautern waren die Schreckensgegner von Bayern München.
Gendergerechte Sprache hätte keiner verstanden, und saurer Regen und ein bißchen Ozonloch waren die einzigen Umweltsorgen, die man so verkraften musste.

 




Wir hatten ein Vierspurbandgerät mit eingebautem Default-Rauschen, haben ungezählte Cassetten (C-60, TEAC vs BASF)  vor- und zurückgespult , und am Horizont die noch unerschwinglichen ersten Digitalrekorder entlangreiten sehen.

Je nach Bandmitglied mit mehr oder weniger Gepäck unterwegs haben wir ein paar Gigs gespielt (die man früher nicht Gigs nannte, sondern Auftritte), war von Auf- und Abbau genervt, von Proberaumsuche und zu wenig Geld. Bandmitglieder kamen und gingen und wurden gegangen, und irgendwie war alles viel zu anstrengend.

Außerdem gab es eine Fantastillion anderer Bands, von denen aber nur wenige mehr Potenzial hatten als wir. Davon waren wir manchmal echt überzeugt.

Irgendwann haben wir aufgegeben, es gab schließlich auch noch was anderes.





Trotzdem hat Mucke-Machen uns nie ganz los gelassen.
Und jetzt, mit ein bißchen Knete und Zeit, und ohne die Sowjetunion, machen wir weiter. In kleiner Besetzung.
Unser Haus-Tonstudio steht jetzt in Bonn und trägt den Namen "Blue in Green" (absolut empfehlenswert: www.blueingreen-recordings.de).
Und wir sind trotzdem die einzige Band, die sich nach zwei Autobahnen benannt hat, die das Duisburger Stadtgebiet durchschneiden.
Die nächste glorreiche Band-Ära kann kommen (und es gibt echt wenige Bands, die mehr Potenzial haben als wie wir. Da sind wir ziemlich sicher.)

Kontakt: management@a3a40.de